VW ID. 7 Tourer: Infos, Bilder, Videos, Testberichte

Mit dem ID.7 Tourer brachte Volkswagen 2024 erstmals einen vollelektrischen Kombi auf den Markt. Das fast fünf Meter lange Modell basiert auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten MEB und verbindet das Platzangebot eines klassischen Variant mit einem besonders effizienten Elektroantrieb. Inzwischen umfasst das Programm drei Varianten: den ID.7 Tourer Pro, den reichweitenstärkeren Pro S und den 340 PS starken GTX mit elektrischem Allradantrieb.

Ein klassisches Facelift hat der ID.7 Tourer bislang nicht erhalten. Volkswagen erweiterte das zunächst kleine Angebot jedoch bereits wenige Monate nach dem Marktstart um einen größeren Akku und einen stärkeren Dualmotor-Antrieb. Seitdem wurden vor allem Ausstattungen, Software und Verbrauchs- beziehungsweise Reichweitenangaben angepasst.

Marktstart des ersten elektrischen VW-Kombis

Volkswagen zeigte den ID.7 Tourer erstmals am 19. Februar 2024. Bereits am 7. März desselben Jahres begann in Deutschland der Vorverkauf. Die Auslieferungen starteten im weiteren Verlauf des Jahres. Produziert wird der Elektro-Kombi gemeinsam mit der ID.7 Limousine und dem ID.4 im Volkswagen-Werk Emden.

Zum Verkaufsstart gab es ausschließlich den ID.7 Tourer Pro. Er kostete zunächst mindestens 54.795 Euro und kombinierte eine 77-kWh-Batterie mit einem 210 kW beziehungsweise 286 PS starken Elektromotor. Die damals homologierte WLTP-Reichweite betrug bis zu 607 Kilometer.

Schon bei der Weltpremiere kündigte Volkswagen eine zweite Batterie an. Im Juni 2024 folgten schließlich der ID.7 Tourer Pro S und der sportliche ID.7 GTX Tourer. Damit war das wesentliche Modellprogramm nur wenige Monate nach der Einführung komplett.

Abmessungen zwischen Passat Variant und Oberklasse

Der ID.7 Tourer ist 4,96 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,54 Meter hoch. Sein Radstand beträgt 2,97 Meter. Die großen Abstände zwischen Vorder- und Hinterachse sowie die kurzen Karosserieüberhänge sind typische Merkmale der MEB-Plattform. Da kein großer Verbrennungsmotor untergebracht werden muss, steht ein erheblicher Teil der Fahrzeuglänge für den Innenraum zur Verfügung.

Trotz der Bezeichnung Tourer unterscheidet sich das Auto bis zur B-Säule nur wenig von der ID.7 Limousine. Erst dahinter wird die Dachlinie länger und die Heckklappe steiler. Volkswagen positioniert das Modell damit zwischen einem klassischen Kombi und einem Shooting Brake. Die flache Silhouette verbessert die Aerodynamik, während das verlängerte Dach zusätzlichen Stauraum schafft.

Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von etwa 0,25 gehört der ID.7 Tourer zu den aerodynamisch günstigsten Elektro-Kombis seiner Größenklasse. Die Limousine ist mit einem Wert von rund 0,23 noch etwas windschnittiger, bietet dafür aber weniger Platz oberhalb der Gepäckraumabdeckung.

Bis zu 1.714 Liter Kofferraumvolumen

Bei aufgestellter Rückbank fasst der Kofferraum bis zu 605 Liter, wenn sich die Lehne in der steileren Cargo-Position befindet. Nach dem Umklappen der Rücksitze entstehen bei dachhoher Beladung maximal 1.714 Liter. Die nahezu ebene Ladefläche ist bis zu 1,95 Meter lang. Zwischen den hinteren Radkästen stehen exakt 1.000 Millimeter Breite zur Verfügung.

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Die schwenkbare Anhängerkupplung besitzt eine Stützlast von 75 Kilogramm und eignet sich damit für einen Fahrradträger mit zwei E-Bikes. Pro und Pro S dürfen abhängig von Steigung und Ausführung bis zu 1.200 Kilogramm gebremst ziehen. Beim allradgetriebenen GTX steigt die maximale Anhängelast unter bestimmten Bedingungen auf 1.400 Kilogramm. Ungebremst sind bis zu 750 Kilogramm erlaubt.

Einen vorderen Kofferraum, häufig als Frunk bezeichnet, besitzt der ID.7 Tourer nicht. Ladekabel müssen deshalb im Heck untergebracht werden.

ID.7 Tourer Pro: Heckantrieb und 77-kWh-Akku

Die Basisversion Pro nutzt einen permanentmagneterregten Elektromotor an der Hinterachse. Das intern APP550 genannte Aggregat leistet 210 kW beziehungsweise 286 PS und entwickelt 545 Nm Drehmoment. Der Motor wurde gegenüber den Antrieben älterer MEB-Modelle deutlich überarbeitet. Ein effizienteres Thermomanagement, optimierte Magneten, eine verbesserte Kühlung und ein neuer Wechselrichter senken die elektrischen Verluste.

Der nutzbare Energieinhalt der Lithium-Ionen-Batterie beträgt 77 kWh. In der aktuellen deutschen Konfiguration nennt Volkswagen bis zu 587 Kilometer WLTP-Reichweite. Je nach Rädern, Reifen und Ausstattung können die homologierten Werte niedriger ausfallen. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h elektronisch begrenzt.

An einer Gleichstrom-Schnellladesäule verarbeitet der Pro maximal 175 kW. Unter geeigneten Bedingungen dauert das Laden von 10 auf 80 Prozent ungefähr 28 Minuten. Wechselstrom nimmt das Fahrzeug dreiphasig mit bis zu 11 kW auf.

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Pro S bringt den neuen 86-kWh-Akku

Der im Sommer 2024 eingeführte ID.7 Tourer Pro S behielt den 286 PS starken Heckmotor, erhielt jedoch eine neu entwickelte Batterie mit 86 kWh nutzbarer Kapazität. Dadurch wuchs nicht nur die Reichweite, sondern auch die mögliche DC-Ladeleistung auf 200 kW.

Zum Verkaufsstart gab Volkswagen bis zu 690 Kilometer nach WLTP an. Im aktuellen deutschen Konfigurator werden bis zu 688 Kilometer genannt. Die Unterschiede ergeben sich aus späteren Homologationen, Modelljahresänderungen und der gewählten Ausstattung. Der Pro S benötigt unter optimalen Bedingungen etwa 26 Minuten für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent. Innerhalb von zehn Minuten lässt sich Strom für ungefähr 236 Kilometer nachladen. Den Sprint auf 100 km/h absolviert der Kombi in 6,7 Sekunden.

Der größere Akku machte den Pro S nicht zu einem Facelift. Karosserie, Innenraum und Grundtechnik blieben gegenüber dem wenige Monate zuvor gestarteten Pro unverändert. Es handelte sich vielmehr um die bereits zur Weltpremiere angekündigte Erweiterung des Antriebsprogramms.

ID.7 GTX Tourer mit 340 PS und Allradantrieb

Als Spitzenmodell erschien ebenfalls 2024 der ID.7 GTX Tourer. Er kombiniert den 210-kW-Heckmotor mit einer zusätzlichen 80-kW-Asynchronmaschine an der Vorderachse. Die Systemleistung beträgt 250 kW beziehungsweise 340 PS. Damit war der GTX Tourer bei seiner Einführung der leistungsstärkste bis dahin gebaute Serienkombi der Marke Volkswagen.

Die vordere Maschine wird nur dann zugeschaltet, wenn zusätzliche Leistung oder mehr Traktion benötigt wird. Bei gleichmäßiger Fahrt arbeitet überwiegend der effizientere Heckmotor. Das System benötigt keine mechanische Verbindung zwischen den Achsen und verteilt die Antriebskraft innerhalb von Sekundenbruchteilen.

Aus dem Stand erreicht der GTX nach 5,5 Sekunden Tempo 100. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Als Energiespeicher dient grundsätzlich der 86-kWh-Akku des Pro S, dessen Schnellladeleistung ebenfalls 200 kW beträgt. Volkswagen nennt aktuell bis zu 595 Kilometer Reichweite; bei der Markteinführung waren es abhängig von der Ausstattung maximal 584 Kilometer.

Optisch ist das Topmodell an eigenständigen Stoßfängern, GTX-Schriftzügen, 20 Zoll großen „Skagen“-Rädern und einer speziellen Lichtsignatur zu erkennen. Zur Serienausstattung gehören unter anderem LED-Matrixscheinwerfer, dreidimensionale LED-Rückleuchten, beleuchtete VW-Logos, eine Progressivlenkung und ein GTX-spezifisch abgestimmtes Fahrwerk.

Alle Varianten im Überblick

AusstattungsversionProPro SGTX
Motor ArtElektroantriebElektroantriebElektroantrieb
Leistung210 kW / 286 PS210 kW / 286 PS250 kW / 340 PS
Batterie (netto)77 kWh86 kWh86 kWh
Reichweite (WLTP)524-606 km578-689 km516-584 km
Ladeleistung (DC)bis 175 kWbis 200 kWbis 200 kW
Ladezeit (10-80%)ca. 28 Minca. 26 Minca. 26 Min
Verbrauch (WLTP)16,7-14,4 kWh/100 km16,8-14,0 kWh/100 km18,8-16,6 kWh/100 km
Kofferraumvolumen605-1.714l605-1.714l605-1.714l
Länge4.961 mm4.961 mm4.961 mm
Breite1.862 mm1.862 mm1.862 mm
Höhe1.551 mm1.551 mm1.548 mm
Beschleunigung 0-100 km/h6,6s6,7s5.5s
Höchstgeschwindigkeit180 km/h180 km/h180 km/h
Stützlast75kg75kg75kg
cw-Wert0,240,240,23
CO2-Emissionen0 g/km0 g/km0 g/km

Reichweite und Verbrauch der drei Varianten

Die offiziellen Werte hängen stark von Felgengröße, Reifen und Sonderausstattung ab. Für den ID.7 Tourer Pro nennt Volkswagen derzeit einen kombinierten WLTP-Verbrauch von 15,0 bis 17,6 kWh je 100 Kilometer. Beim Pro S reicht das Spektrum von 14,1 bis 17,6 kWh. Der stärkere und schwerere GTX benötigt nach älteren vollständigen WLTP-Angaben etwa 16,6 bis 18,8 kWh je 100 Kilometer.

Die angegebenen Maximalreichweiten von 587, 688 und 595 Kilometern sind Laborwerte der jeweils günstigsten Konfiguration. Autobahntempo, niedrige Temperaturen, große Räder, Dachboxen oder Anhänger können die tatsächlich erreichbare Distanz deutlich reduzieren.

Batterievorkonditionierung verkürzt die Ladepause

Alle Varianten besitzen ein intelligentes Batterie- und Thermomanagement. Ist eine Schnellladesäule als Ziel im Navigationssystem hinterlegt, bringt das Fahrzeug den Akku vor der Ankunft automatisch auf eine günstige Temperatur. Besonders im Winter kann dies die Ladezeit merklich verkürzen.

Die Vorkonditionierung lässt sich außerdem manuell über das Lademenü einschalten. Das ist beispielsweise sinnvoll, wenn eine Ladesäule ohne aktive Navigation angesteuert wird. Voraussetzung für die maximale Ladeleistung bleiben jedoch ein geeigneter Ladestand, eine ausreichend leistungsfähige Säule und eine passende Batterietemperatur.

Innenraum mit großem Display und kleinem Fahrerbildschirm

Das Cockpit entspricht weitgehend dem der ID.7 Limousine. Zentral sitzt ein 15 Zoll großes Infotainmentdisplay. Die wichtigsten Fahrinformationen erscheinen auf einem schmalen Display hinter dem Lenkrad sowie im serienmäßigen Augmented-Reality-Head-up-Display. Navigationspfeile und Hinweise der Assistenzsysteme werden dabei optisch in das Sichtfeld des Fahrers eingeblendet.

Volkswagen führte im ID.7 eine neue Generation seiner Infotainmentsoftware ein. Dazu gehören eine neu strukturierte Bedienoberfläche, beleuchtete Touchslider und der Sprachassistent IDA. Dieser kann Fahrzeugfunktionen steuern, Fragen beantworten und – abhängig von Softwarestand und Onlinediensten – auf ChatGPT zurückgreifen.

Die serienmäßige Zwei-Zonen-Klimaautomatik besitzt elektrisch verstellbare Luftausströmer. Optional ist eine Drei-Zonen-Anlage erhältlich. Ebenfalls verfügbar sind sogenannte ErgoActive-Premium-Sitze mit Heizung, Belüftung und Druckpunktmassage. Verschiedene Programme der Wellness-In-Car-App kombinieren Sitz-, Klima-, Licht- und Audiofunktionen.

Zu den auffälligsten Extras gehört das Panoramadach „Smart Glas“. Seine Polymer-Dispersed-Liquid-Crystal-Schicht kann elektrisch zwischen transparent und blickdicht wechseln. Ein klassisches Sonnenrollo ist dadurch nicht erforderlich.

Fahrwerk und Assistenzsysteme

An der Vorderachse arbeitet eine MacPherson-Konstruktion, hinten kommt eine Mehrlenkerachse zum Einsatz. Neben dem Standardfahrwerk bietet Volkswagen eine adaptive Fahrwerksregelung an. Über den Fahrprofilregler lassen sich Dämpfung, Lenkung und Antrieb anpassen. Das System erlaubt eine feinere Abstufung zwischen komfortabler und strafferer Charakteristik.

Das Angebot an Assistenzsystemen umfasst unter anderem die automatische Distanzregelung ACC, den Spurhalteassistenten, Side Assist, eine Ausstiegswarnung und Travel Assist. Letzterer kann auf geeigneten Straßen Längs- und Querführung unterstützen. Mit Park Assist Pro lässt sich der Wagen bei kompatibler Ausstattung auch per Smartphone in eine Parklücke hinein- oder herausbewegen.

Preise im September 2026

Volkswagen verlangt in Deutschland derzeit mindestens 55.305 Euro für den ID.7 Tourer Pro. Der Pro S beginnt bei 60.295 Euro, während der GTX ab 64.635 Euro angeboten wird. Dabei handelt es sich um Listenpreise einschließlich Mehrwertsteuer, aber vor Überführungs- und Zulassungskosten. Zeitlich begrenzte Herstellerprämien sind darin noch nicht berücksichtigt.

Bereits die Grundversion besitzt unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallräder, beheizbare Vordersitze, Keyless Access, ACC, Side Assist, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik und das Augmented-Reality-Head-up-Display. Zahlreiche Komfort- und Assistenzfunktionen bleiben dennoch aufpreispflichtig oder sind Teil größerer Pakete.

Testberichte: Das schreibt die Presse

Der VW ID.7 Tourer wird von der Fachpresse vor allem als komfortabler, geräumiger und vergleichsweise effizienter Elektro-Kombi wahrgenommen. Unterschiede zwischen den Modellvarianten zeigen sich weniger beim Platzangebot als bei Reichweite, Ladeleistung, Traktion und Fahrcharakter. Die Verbrauchswerte der einzelnen Tests lassen sich allerdings nur eingeschränkt vergleichen: Einige Redaktionen messen inklusive Ladeverlusten, andere verwenden den Bordcomputer. Hinzu kommen unterschiedliche Temperaturen, Geschwindigkeiten und Streckenprofile.

VW ID.7 Tourer Pro: komfortabel und ausreichend kräftig

Im ID.7 Tourer Pro arbeitet ein 210 kW beziehungsweise 286 PS starker Heckmotor, der ein maximales Drehmoment von 545 Nm bereitstellt. AUTO BILD ermittelte für den Sprint von 0 auf 100 km/h 6,7 Sekunden. Die Leistungsentfaltung wurde als gleichmäßig und souverän beschrieben. Trotz eines Testgewichts von 2.188 Kilogramm wirke der Elektro-Kombi nicht schwerfällig. Der kurze Wendekreis von rund 10,7 Metern erleichtere das Rangieren zusätzlich. Auch die gemessenen Bremswege von 34,8 Metern bei kalter und 33,4 Metern bei warmer Anlage fielen überzeugend aus. (AUTO BILD)

Beim sommerlichen Verbrauchstest kam AUTO BILD einschließlich der Ladeverluste auf 20,8 kWh pro 100 Kilometer. Aus dem nutzbaren 77-kWh-Akku errechnete die Redaktion eine Reichweite von 411 Kilometern. Positiv fielen außerdem das niedrige Geräuschniveau und der hohe Reisekomfort auf. Bei 100 km/h wurden im Innenraum lediglich 63 dB(A) gemessen. Das Infotainmentsystem mit Software 4.0 arbeitete im Test flüssig; die Menüstruktur sei zwar umfangreich, aber weitgehend logisch aufgebaut. (AUTO BILD)

Im Test der WELT benötigte der ID.7 Tourer Pro durchschnittlich 19,2 kWh pro 100 Kilometer. Je nach Strecke und Fahrweise hielt die Redaktion reale Reichweiten von ungefähr 400 bis 450 Kilometern für möglich. Besonders hervorgehoben wurden die komfortable Fahrwerksabstimmung, die geringe Geräuschentwicklung bei Autobahntempo und das großzügige Raumangebot. Bei umgeklappten Rücksitzen entsteht eine fast zwei Meter lange Ladefläche; das maximale Ladevolumen liegt bei rund 1.700 Litern. Kritisiert wurden dagegen die weiterhin gewöhnungsbedürftige Bedienung der Fensterheber und die berührungsempfindlichen Bedienelemente. Die maximale DC-Ladeleistung von 175 kW sei alltagstauglich, setze in dieser Fahrzeugklasse aber keine Maßstäbe. (welt.de)

Wie stark Wetter und Geschwindigkeit die Reichweite beeinflussen, zeigt ein Wintertest des ADAC. In einer simulierten Autobahnfahrt kam der Tourer Pro bei einem Verbrauch von 23,3 kWh pro 100 Kilometer auf 360 Kilometer Reichweite. Innerhalb von 20 Minuten ließ sich Strom für weitere 203 Kilometer nachladen. Gelobt wurden die serienmäßige beziehungsweise ausstattungsabhängige Batterie-Vorkonditionierung und die Möglichkeit, den Fond separat zu klimatisieren. Als Schwäche vermerkte der ADAC, dass die Ladeleistung im weiteren Verlauf des Ladevorgangs deutlich abnimmt. (ADAC)

VW ID.7 Tourer Pro S: die Reichweitenversion

Der ID.7 Tourer Pro S kombiniert den 210 kW starken Heckantrieb mit einer größeren Batterie, deren nutzbare Kapazität 86 kWh beträgt. Im Test von electrive wurde die Motorleistung als vollkommen ausreichend bewertet. Die Kraft lasse sich gut dosieren, während das Fahrwerk eine überzeugende Balance aus Komfort, Stabilität und Agilität biete. Besonders positiv fielen die gute Geräuschdämmung sowie der kleine Wendekreis von etwa 10,9 Metern auf. Das optionale adaptive DCC-Fahrwerk vergrößert die Bandbreite zwischen komfortabler Langstreckenabstimmung und strafferer Fahrweise. (electrive.net)

Bei Außentemperaturen zwischen 10 und 21 Grad zeigte der Bordcomputer im Stadtverkehr teilweise nur rund 13 kWh pro 100 Kilometer an. Auf Landstraßen bewegte sich der Verbrauch überwiegend zwischen 15 und 16 kWh, auf der Autobahn je nach Geschwindigkeit zwischen 17 und 19 kWh pro 100 Kilometer. Daraus leitete die Redaktion eine realistische Reichweite von mehr als 400 Kilometern ab; mit zurückhaltender Fahrweise seien auch etwa 500 Kilometer erreichbar. (electrive.net)

Die maximale DC-Ladeleistung liegt beim Pro S bei 200 kW. Im Test wurde dieser Wert früh erreicht und bis über einen Ladestand von 30 Prozent vergleichsweise lange gehalten. Mehrere Ladevorgänge von 10 auf 80 Prozent dauerten jeweils ungefähr 26 Minuten. Damit lädt der große Akku trotz seiner höheren Kapazität schneller als die 77-kWh-Batterie des Pro. Gegenüber besonders schnell ladenden 800-Volt-Modellen von Hyundai oder Kia besitzt der Volkswagen dennoch einen Nachteil. Bei hohem Ladestand sinkt die Leistung deutlich; bei 90 Prozent wurden noch rund 80 kW beobachtet. (electrive.net)

Die Ladeplanung wurde grundsätzlich positiv beurteilt. Das Fahrzeug kann den Akku sowohl automatisch über die Navigation als auch manuell vorkonditionieren und informiert den Fahrer über die voraussichtlich verfügbare Ladeleistung. Verbesserungspotenzial sah der Tester bei den schwer auffindbaren Angaben zum erwarteten Ladestand am Ziel und bei der fehlenden Möglichkeit, für einzelne Ladestopps einen gewünschten Ziel-Ladestand festzulegen.

Mit 605 Litern bietet der ID.7 Tourer auch als Pro S einen großen Kofferraum, bleibt aber hinter dem Verbrenner-Pendant Passat Variant zurück, das rund 690 Liter fasst. Als Ursache nennt electrive unter anderem den Platzbedarf des hinteren Elektromotors und der Antriebstechnik unter dem Ladeboden. (electrive.net)

VW ID.7 GTX Tourer: mehr Traktion statt radikaler Sportlichkeit

Der ID.7 GTX Tourer verfügt über zwei Elektromotoren, Allradantrieb und eine Systemleistung von 250 kW beziehungsweise 340 PS. Das maximale Systemdrehmoment beträgt 679 Nm. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt er 5,5 Sekunden. Im ADAC-Autotest erreichte das Modell die Gesamtnote 1,5 und damit das Urteil „sehr gut“. Besonders stark schnitten Antrieb, Sicherheit, Komfort und Umweltbilanz ab. (adac.de)

Der ADAC ermittelte einschließlich der Ladeverluste einen Verbrauch von 19,5 kWh pro 100 Kilometer und eine Reichweite von rund 475 Kilometern. Bemerkenswert ist, dass der stärkere Allradantrieb unter den Bedingungen dieses Tests keinen dramatischen Effizienznachteil verursachte. Der gemessene Bremsweg aus 100 km/h betrug 34,7 Meter. Weniger handlich als die heckgetriebenen Modelle ist der GTX beim Rangieren: Sein Wendekreis fällt mit rund 12,1 Metern deutlich größer aus. (adac.de)

Bei einer ersten Ausfahrt von electrive überzeugte der GTX mit hoher Fahrstabilität, präzisem Einlenken und einer gelungenen Abstimmung des adaptiven Fahrwerks. Straffere Lager, stärkere Stabilisatoren und eine angepasste Dämpfung sorgen für mehr Kontrolle auf kurvigen Straßen, ohne den Langstreckenkomfort grundsätzlich zu beeinträchtigen. Der zusätzliche Frontmotor wird nur bei entsprechendem Leistungs- oder Traktionsbedarf zugeschaltet. Dadurch bietet der GTX vor allem bei schlechtem Wetter, auf losem Untergrund oder im Anhängerbetrieb Vorteile. (electrive.net)

Die Redaktion stellte allerdings infrage, ob der GTX im normalen Straßenverkehr einen ausreichend großen emotionalen Abstand zum Pro S herstellt. Der Leistungsvorsprung beträgt lediglich 40 kW, und im Alltag sei der Unterschied weniger deutlich wahrnehmbar, als die Modellbezeichnung vermuten lasse. Der GTX ist daher eher als besonders souveräne Allradversion denn als kompromisslos sportlicher Elektro-Kombi einzuordnen.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt heise online. Dort wurden der hohe Komfort und der ausgereifte Antrieb gelobt. Kritik gab es an der teilweise nervös wirkenden Lenkung, dem wenig klaren Pedalgefühl der Bremse und dem kleinen Instrumentendisplay. Im winterlichen Autobahnbetrieb bewegte sich die Reichweite des getesteten GTX in der Größenordnung von etwa 350 Kilometern – ein weiterer Hinweis darauf, wie stark niedrige Temperaturen und hohes Tempo den Aktionsradius beeinflussen. (heise autos)

Fazit aus den Pressetests

Der ID.7 Tourer Pro erscheint als ausgewogene Basisversion für Fahrer, die überwiegend zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können und nicht regelmäßig sehr lange Etappen zurücklegen. Seine Stärken sind Komfort, Laufruhe, Platzangebot und der vergleichsweise sparsame Heckantrieb.

Der Pro S ist die überzeugendste Langstreckenvariante. Seine größere Batterie bietet nicht nur mehr Reichweite, sondern mit bis zu 200 kW auch die bessere Schnellladeleistung. Er eignet sich deshalb besonders für Vielfahrer, die möglichst wenige Ladestopps einlegen möchten.

Der GTX Tourer ergänzt das Konzept um Allradantrieb, höhere Fahrleistungen und ein verbindlicher abgestimmtes Fahrwerk. Sein Mehrwert liegt vor allem bei Traktion und Leistungsreserven. Wer keinen Allradantrieb benötigt, erhält mit dem Pro S jedoch einen ähnlich schnellen, reichweitenstärkeren und in der Regel günstigeren ID.7 Tourer.

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