Dacia erweitert sein Angebot nach oben und bringt mit dem Striker einen neuen Kombi ins C-Segment. Nach dem Bigster ist es das zweite Modell der Marke in dieser Größenklasse. Dabei bleibt Dacia seiner bisherigen Linie treu: viel Platz, vergleichsweise einfache Technik und ein Preis, der unter vielen etablierten Wettbewerbern liegen dürfte.

4,62 Meter Länge und rund 600 Liter Kofferraum
Mit 4,62 Metern Länge bewegt sich der Striker mitten im europäischen Kombi-Segment. Besonders wichtig ist der Gepäckraum. Rund 600 Liter sollen bei aufgestellter Rückbank zur Verfügung stehen. Werden die hinteren Sitze umgelegt, wächst das Ladevolumen auf ungefähr 1.600 Liter.
Damit zielt Dacia klar auf Familien und Vielfahrer, die bislang vielleicht zu einem SUV wie dem Duster oder Bigster gegriffen hätten, eigentlich aber die niedrigere Karosserie und den leichter zugänglichen Gepäckraum eines klassischen Kombis bevorzugen.

Drei Antriebskonzepte vorgesehen
Beim Antrieb setzt Dacia nicht auf eine rein elektrische Baureihe. Vorgesehen sind mehrere elektrifizierte Verbrenner. Den Einstieg bildet ein 1,2-Liter-Dreizylinder mit Mildhybridtechnik und rund 140 PS. Je nach Ausführung soll der Motor mit Benzin oder LPG kombiniert werden können; auch eine Handschaltung ist vorgesehen.
Darüber stehen Vollhybridvarianten mit 150 beziehungsweise 155 PS. Sie richten sich an Käufer, die einen größeren Teil des Stadtverkehrs elektrisch zurücklegen möchten, ohne das Fahrzeug extern laden zu müssen.
Zusätzlich ist eine Allradversion geplant. Hier unterstützt ein Elektromotor mit 23 kW an der Hinterachse den Verbrennungsmotor. Das Konzept ermöglicht Allradantrieb ohne klassische mechanische Verbindung zwischen Vorder- und Hinterachse und soll dem Striker auch leichte Offroad-Fähigkeiten geben.

Mehr Komfort als bei früheren Dacia-Modellen
Dacia hat seine Modelle in den vergangenen Jahren deutlich aufgewertet, ohne den Fokus auf vergleichsweise günstige Preise aufzugeben. Auch beim Striker soll die Ausstattung über das frühere Basisniveau der Marke hinausgehen. Genannt werden unter anderem ein 10,1 Zoll großer Touchscreen, ein Panoramadach, elektrische Sitze und moderne Lichttechnik.
Je nach Ausstattung sind Räder bis 19 Zoll vorgesehen. Die Modellpalette soll sich in die Linien Essential, Expression, Extreme und Journey gliedern. Damit lässt sich der Kombi vom eher schlichten Nutzfahrzeug-Ersatz bis zur komfortabler ausgestatteten Familienversion konfigurieren.

Marktstart noch 2026 erwartet
Der Striker soll voraussichtlich im Dezember 2026 auf den Markt kommen. Weitere Details zu Preisen und Verbrauchswerten werden rund um den Pariser Autosalon erwartet. Gerade der Preis dürfte darüber entscheiden, wie stark Dacia den europäischen Kombimarkt aufmischen kann.
Das Konzept ist jedenfalls ungewöhnlich genug, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Während viele Hersteller ihre klassischen Kombis streichen oder nur noch in höheren Preisklassen anbieten, setzt Dacia auf ein geräumiges Modell mit konventionellen Proportionen und verschiedenen Hybridantrieben.
Damit könnte der Striker eine Lücke besetzen, die in den vergangenen Jahren größer geworden ist: ein bezahlbarer, geräumiger Kombi ohne Premiumanspruch und ohne SUV-Karosserie.

















